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Buch-Tipp: „UNGLAUBLICH – Erlebnisse aus dem Leben eines Hamburger Flegels“

Jugend kennt keine Tugend“, so hieß das früher, was manchmal wie ein Comic wirkt, sollte nicht zur Nachahmung anregen. Und wenn man den absolut authentischen Erzählungen des Rahlstedter Rockers „Klopfer“ glaubt, dann gab es viel zu erleben. Gerade wenn ältere Herrschaften über die „heutige Jugend“ die Köpfe schütteln. – kann man sich erinnern, was es in Hamburg schon einmal alles gab. Also liebe jüngere Leser – macht bloß nicht den gleichen Mist, den es schon einmal gab. Und liebe Ältere – seid ein bisschen nachsichtig, wenn Jüngere nicht immer wissen, was sie tun.

OXMOX präsentiert exklusiv erste Auszüge aus dem neuen Buch „UNGLAUBLICH“ von Klopfer (G. Lampe), das bei BoD – Books on Demand erschienen ist.

Weitere Infos findet ihr hier.

Otto trug ein großes Tablett aus der Küche, mit Frikadellen, Koteletts und halben Hähnchen usw. darauf, um es am Tresen in die Kühlung zu stellen. Da es ein bisschen eng war, trug er es über seinem Kopf, aber als er es runternahm, war das ganze Tablett leer, und alle, die am Tresen saßen,
kauten und grinsten ihn nur an.

Fred aß gerne Kartoffelsalat, aber wenn ihm dieser nicht schmeckte, was öfters vorkam, schmiss er ihn samt Teller in den sich drehenden Ventilator, dass Salatstücke gemischt mit Porzellanstücken
durch die ganze Kneipe flogen. Aber es hielt sich alles in Grenzen. Nebenan im „Tina Lou“ war Fred M. der Geschäftsführer und es war so, dass am Wochenende Walter, Fred, Forken-Erwin usw. dort kellnerten und Live-Bands dort spielten.

Ab und zu fand auch ein Sängerwettstreit statt, bei dem Klaus und Knolle mitmachten. Klaus sang Lieder von Chuck Berry und Knolle trat als Screaming Lord Sutch auf. Er wurde mit einem Sarg auf die Bühne getragen und trug ein kurzes Tigerfell, dabei hatte er immer Unterhosen seiner Tante an (Knolle und Charly wohnten bei der Tante). Da die Unterhosen nie richtig passten, hing ihm  mmer ein Ei aus der Unterhose, was für großes Gejohle sorgte. An einem Wochenende kam Knolle wieder als Screaming Lord Sutch aus seinem Sarg herausgestiegen, sang und ging kurz hinter die Bühne. Als er wieder die Bühne betrat, hatte er einen Kuhschädel mit Hörnern in seinen Händen und tobte damit über die Bühne. Forken-Erwin, der etwas ländlich hinter Stapelfeld wohnte, hatte ihm den besorgt und wir fanden es natürlich toll. Aber als wir die nächsten Tage dort waren, roch es irgendwie komisch und es fing immer mehr an zu stinken. Knolle hatte den Kuhkopf einfach hinter die Bühne geschmissen. Es war nun ein Gewimmel und Gewusel, der Kopf war voller Maden und stank bestialisch. Der Laden blieb eine Woche geschlossen, weil der Gestank nicht rausging. Übrigens: Charly hatte einen dreibeinigen Hund und 10einen schwarzen Raben, der auf seiner Schulter saß und sein weißes Gewand vollschiss. Er wohnte später auf einem Boot, und rauchte gern mal eine, und wenn er bei sich eine Feier hatte, schoss er gern seine Wandlampen ab.

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