Liebe Leser,
Wer etwa gehofft hat, Hamburgs Kulturschaffende bereits mit Mann und Maus vernichtet zu haben, der sei enttäuscht: Wir sind alle noch da, viele zwar noch in Schockstarre oder tiefer Depression verstummt, fast alle zwar wirtschaftlich ruiniert, aber noch lebendig.
Während eine Pharma-Mafia mit den größten Milliarden-Gewinnen aller Zeiten dumm und dämlich verdient, ist die aktuelle Kultur weitgehend vernichtet. Aber wir Kreativen sind alle noch da und wir wollen bleiben und uns nicht vertreiben lassen, nicht flüchten müssen.
Immer mehr wachen auf und erheben ihre Stimme, werden wieder bunt und laut und machen deutlich: Wir wollen wieder unser Publikum erfreuen, arbeiten mit unseren in Jahrzehnten erlernten Berufen, unsere Familien ernähren können und Steuern zahlen dürfen. Und natürlich: Unsere Namen sollen nicht vergessen werden.
K E E P T H E N A M E G O I N G!
Eine Vielzahl Kulturschaffender organisiert sich jetzt mit ALIVE!KULTUR e. V.. Der Verein ist bereits eingetragen.
Erste Aktionen und Demonstrationen waren großartig, auch wenn sie noch von den Großmedien weitgehend ignoriert wurden (14.10., symbolische Beerdigung vorm Rathaus, Aktion Rotlicht, Ohne Kultur wird‘s still, diverse Kiez-Mahnwachen, von Olivia Jones 7.5. bis Jörg, Lydia und Tine im Januar 2021 etc.). Nun folgen weitere neue, friedliche Aktivitäten: Zum Beispiel das RETTERBIER mit selbst gezeichneten Karikaturen beteiligter Künstler auf den Etiketten gibt‘s in Kürze an vielen Verkaufsstellen (u. a. Edeka, Rewe, Famila, Getränkeland). Ein Kinofilm und mehrere unterstützende Musikproduktionen sind in Arbeit – siehe S.26-29 .
Als weiteres Lesefutter servieren wir in dieser Februar-Ausgabe die großen Histories von Fettes Brot und The Doors mit Interviews mit Robby Krieger (S. 50), Foo Fighter Chris Shiflett (S. 16), Ray De La Cruz (S. 14) und die Kolumne von Valery Pearl (S. 8).
Wir wollen uns nicht länger blind, taub und stumm schalten lassen. Lasst uns Musik spielen! Werdet laut!
Bless and Love
Liebe Grüße
Klaus M. Schulz