Beth Hart
Live At The Royal Albert Hall
Seit Mitte der 90er bringt die Amerikanerin mit der gewaltigen Röhre regelmäßig tolle Alben heraus. Der Durchbruch gelang ihr in unseren Breiten allerdings erst mit den bisher drei Kollaborationen mit Genre-Superstar Bonamassa. Wer nun Lust hat in Miss Harts Solowerke einzutauchen, dem sei dieser exzellente Konzertmitschnitt vom Mai 2018 empfohlen. Denn sie liefert eine Weltklasse-Performance ab. Zu den Höhepunkten zählen der jazzige „Baddest Blues“, das rockende „Trouble“, der Akustiktrack „The Ugliest House On The Block“ und das emotionale Finale mit „Caught Out In The Rain“. Auch als DVD/Blu-ray erhältlich. (Provogue/RTD)
Neil Young
Songs For Judy
Hier kommen intime Live-Akustikversionen großer Hits, sowie selten bzw. gar nicht gehörter Kompositionen. Im Herbst 1976 unternahm Young eine extrem erfolgreiche Solo-Tour mit Akustikgitarre und Piano durch die USA. 42 Jahre später schenkt der Meister uns ein Dokument dieses Trips in Form einer Zusammenstellung der besten Song-Mitschnitte diverser Auftritte. Klassiker „Heart Of Gold“, „After The Gold Rush“ oder „Pocahontas“ – finden sich noch heute im Live-Repertoire des Kanadiers. Andere sind Raritäten. „Campaigner“ etwa. Oder das von Linda Ronstadt zum Hit gemachte „Love Is A Rose“. Dazu kommt das bis jetzt nie offiziell veröffentlichte Klavierstück „No One Seems To Know“. (Shakey Pictures/Reprise)
Dog Eat Dog
Brand New Breed
Mitte/Ende der 90er gab es wohl keine Party, auf der nicht die Songs der Amerikaner liefen. Jetzt sind sie mit ihrem noch immer kraftvollen Mix aus Metal, Ska und Rap zurück. Die Herren haben zwar seit zwölf Jahren kein Album veröffentlicht, aber dennoch jedes Jahr in Deutschland gespielt – auf riesigen Festivals, sowie mit eigenen Club-Auftritten. Die neue Scheibe enthält neben vier Live-Nummern (darunter eine Unplugged-Version ihres Chartbreakers „Isms“) auch vier brandneue Stücke, von denen „Lumpy Dog“ oder „XXV“ die besten sind. Die Crossover-Helden haben offenbar nichts an Power, Witz oder Relevanz verloren. So klingt ein gelungenes Comeback. (Metalville/RTD)
Gregory Porter
One Night Only: Live At The Royal Albert Hall
Der begnadete Jazz-Sänger – mit Ballonmütze als Markenzeichen – hat im April dieses Jahres gleich an drei Abenden hintereinander die Londoner Location bespielt, um seine prägnante Stimme mit Gospel-Einflüssen mit dem Publikum zu teilen. Unterstützung gab‘s dabei von einem Sinfonieorchester, das vom US-Amerikaner Vince Mendoza dirigiert wurde. Neben Songs des aktuellen „Nat King Cole & Me“, wurden auch Hits wie „Hey Laura“ oder „When Love Was King“ astrein performt. Der Mitschnitt ist nun auf CD und DVD erhältlich. (Blue Note)
John Mellencamp
Other People‘s Stuff
Nur 1 ½ Jahre nach der letzten Platte, ist der US-amerikanische Rock/Folk-Sänger nun mit seinem 21. Werk am Start. Mit diesem knüpft der 67-Jährige nahtlos an den Sound der vorherigen Alben an und serviert u. a. ein hervorragendes Akustikgitarrenspiel. Besonders gelungen sind die Tracks „Eyes On The Prize“, bei dem das Saiten-Zupfen besonders gut heraus sticht, sowie „I Dont‘ Know Why I Love You“ oder „Dark As A Dungeon“. (Republic)