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Musicals – harte Kerle mal ganz soft

Woran denken viele beim Stichwort Hamburg, neben Alster, Astra und St. Pauli? Genau – Musical-Hauptstadt! Auch wenn Musicals eher mit überladenen Kostümen, romantischen Tänzen und schnulzigen Balladen in Verbindung gebracht werden und weniger mit wildem Musiker-Lifestyle – hinter vielen beliebten Musicals stecken echte Kerle, die wir alle kennen und vielleicht auch im Plattenregal stehen haben. Bei manchen ist das mehr, bei anderen weniger bekannt.

Hier unsere Top 6 Musikergrößen, die das Musical-Business aufgemischt haben.

  1. Udo Lindenberg: „Hinterm Horizont“
    Den deutschen Alt-Rocker kennt man nicht ohne seine Markenzeichen: Sonnenbrille und Hut, tief ins Gesicht gezogen. Wenn dann in der Show der Hauptdarsteller auf einem überdimensionalem Schlapphut auf die Bühne geschwebt kommt, weiß man, wer dahinter steckt: Udo Lindenberg höchstpersönlich. Das Musical „Hinterm Horizont“ erzählt seine bewegte Lebensgeschichte, beginnend mit einer wilden Romanze im damals geteilten Berlin. Seit 2011 kann man sich in Berlin bei einer bunten Show mit Udo-Songs beschallen lassen und gleichzeitig etwas über deutsch-deutsche Geschichte lernen.
  2. Elton John: „Der König der Löwen“
    Wir dürfen vorstellen: Sir Elton John, der Mann mit der wohl außergewöhnlichsten Brillensammlung Großbritanniens. Neben weltbekannten Pop-Songs wie „Rocket Man“ oder „Candle in the Wind“ ist er auch in der Musical-Branche sehr aktiv. Für den Disney-Film und das gleichnamige Musical „König der Löwen“ komponierte er in den 90ern zahlreiche Hits. Insgesamt 19 Songs entstanden in Zusammenarbeit mit Tim Rice, einem britischen Musical- und Filmtexter. Im Jahr 2001 feierte die Show in Hamburg Deutschlandpremiere und ist bis heute im Theater an der Elbe zuhause.
  3. Green Day: „American Idiot“ Die Punkrock-Band, die nicht altern will. Nach fast 15 Jahren Bandgeschichte konnte die US-Band mit „American Idiot“ im Jahr 2004 nochmal Welterfolge feiern. Leadsänger Billy Joe Armstrong kreierte auf Basis des Konzeptalbums ein gleichnamiges Musical. Fans durften den Songs aus „American Idiot“ und der Folgeplatte „21st Century Breakdown“ lauschen. Die Inszenierung gewann sogar zwei der begehrten Tony Awards und wurde insgesamt 422 mal auf die Bühne gebracht.
  4. Sting: „The Last Ship“
    Schon Ende der 80er Jahre sang Sting von den Erlebnissen eines „Englishman in New York”. Fast 30 Jahre später findet sich der Brite in New York am Broadway mit eigenem Musical wieder. Doch genau wie „The Last Ship” vom Untergang der einst glorreichen Schiffart in Stings Heimat handelt, ist auch die Show ein sinkendes Schiff. Nach schlechtem Start versuchte der Rocker sogar mit einem Gastspiel in seinem eigenem Musical die Kartenverkäufe anzukurbeln – leider vergeblich. Nach nur vier Monaten musste die Bühne am Broadway wieder geräumt werden.
  5. Udo Jürgens: „Ich war noch niemals in New York“
    Der Meister des deutschsprachigen Chansons konnte einige Jahre vor seinem unerwarteten Tod Ende 2014 noch ein Großprojekt zu seinem Vermächtnis hinzufügen: das Musical „Ich war noch niemals in New York“. Im Jahr 2007 feierte die Show mit Liedern des Komponisten in Hamburg Weltpremiere. Mit Zwischenstopps in Stuttgart, Zürich und Wien fiel im Jahr 2013 nach insgesamt 3.257 Aufführungen das letzte Mal der Vorhang für die Darsteller.
  6. Phil Collins: „Tarzan“
    Phil Collins ist vielen bekannt als Mitglied von Genesis, und mit Soloerfolgen wie „In the Air Tonight“ oder „Another Day in Paradise“ spielte sich der Brite in die Herzen der Musikfans weltweit. Das Musical Tarzan zeigte seine softe Seite. Er komponierte alle Lieder und schrieb die Texte in der englischen Originalverfassung. Der Soundtrack inclusive des Titelsongs „You’ll be in my Heart“ verkaufte sich fast 2,5 Millionen Mal. 2006 am Broadway uraufgeführt, war die Show ab 2008 auch in Hamburg zu sehen. Mittlerweile schwingt sich Tarzan durchs Stage Apollo Theater in Stuttgart.

NYC - Lion King on Broadway

Bildrechte: Flickr NYC – Lion King on Broadway Thomas Crenshaw CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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