Wenn ASENBLUT in der Stadt sind, dann ist das schonmal ein Grund mehr, wieder im Bambi Galore einzufallen. Kutte an und los. Die Kapelle aus Göttingen um Frontberg Tetzel, die gerade ihr neues Album “Entfesselt” veröffentlichten, haben als Unterstützung die Quedlinburger DELIVER THE GALAXY mit an Bord, die den Hamburger Gästen ihren experimentellen aber grandiosen Melodic Death Metal um die Ohren prügeln. Und das ist gar nicht mal so schlecht. Oder besser: die Gastgeber hatten einen sehr ebenbürtigen Support an ihrer Seite.
Bildergalerie Deliver the Galaxy
Bilder: Nola
Die Band startet pünktlich ihren Slot mit ihrem Song ‘Buy Your God’ und haben damit den perfekten Einstieg in den Abend. Die Band erinnert mich an meine Zeit mit SEAMUS’ DISGUISE, als der Grunge-Hype langsam abebbte und neue Bands versuchten, verschiedene Elemente zu kombinieren, wie es sie vorher noch nicht gegeben hat. Das war toll, das war belebend und diese Aufbruchstimmung erzeugt – jedenfalls bei mir melancholischem, alten Sack – dieses Quartett erneut. Kommt nicht so häufig vor, auch wenn viele tolle Bands da draußen auf Tour sind. Das letzte Mal konnte BLACK BORN PHOENIX aus Berlin dieses Gefühl vermitteln. Aber ich schweife ab….
Die Band hat das Publikum spätestens ab dem 2. Song ‘Get Down’ in der Tasche und sorgt so für eine ausgelassene Stimmung mit sehr vielen zustimmenden Kopfnickern nach jedem weiteren Lied. Das Set dauert etwa 40 min und hätte sehr gerne eine volle Stunde weiter gehen dürfen. Die Jungs behalten wir im Auge.
Bilder: Nola
Nach kleiner Umbaupause sind dann nun Tetzel, Chris, Sash, Balrogh und Sibirski endlich an der Reihe und was soll man sagen – das Publikum geht schon beim Einsteigersong steil, während die Band ‘Das Ende Der Götter ‘ einläutet. Mit ‘Berserkerzorn’ ‘Entfesselt’ ASENBLUT dann endgültig das wilde Tier in dem ein oder anderen Fan im Publikum, die für reichlich Bewegung im Moshpit sorgen. ‘Seite An Seite’ mit der Band, sind sie natürlich ‘Unbesiegbar’ und hätte jemand was anderes behauptet in dem Moment, der wäre sicher in Grund und Boden gelacht worden. Die Meute vor der Bühne saugt jeden Ton, jede Note auf, als gäbe es kein Morgen. Absolute Eskalation würde ich jetzt nicht behaupten, aber die Stimmung an diesem Abend ist schon schwer zu toppen. Mit ‘Arm In Arm’, ‘Wölfe Der Meere’, ‘300’ und ‘Dagon’ geht ‘Die Wilde Jagd’ weiter bis ‘Asenblut’ erschafft und ein Blick in die Menge zeigt, daß jeder einzelne hier absolut Textsicher mitsingen kann. Mit den drei Songs ‘Codex Gigas’, ‘Blut Und Sand’ und ‘Nox Nostra Est’ wird dieser Abend einen würdigen Abschluss entgegen getrieben, der mit dem – inzwischen bei allen Bands obligatorischen – Abschlussbild incl. Publikum eben jenen großartigen Abend beendet. Zu meckern gab es hier wirklich nichts für die Fans. Lediglich wir Fototanten jammern mal wieder auf hohem Niveau, weil wieder mal zu viel Nebel und zu viel additive Grundfarben gebraucht wurden. Aber was solls. Wir sind ja Kummer gewohnt.
Nein, Quatsch, kleiner Spaß am Rande.
Der Abend war rundum gelungen und hat allen Anwesenden einen riesigen Spaß gemacht. Was will man mehr?
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