Der Bahnhof Pauli war wieder mal der bevorzugte Anlaufpunkt an diesem 4.3.2025. Mit vor Ort war an diesem Abend unser guter Freund und Partner Thomas, den viele sicherlich von seinen diversen,großartigen Fotoarbeiten u.a. für den Orkus und im Bereich Konzertfotografie, Hochzeitsfotografie kennen.
Die Katakomben des Bahnhof Pauli sind an diesem Abend leider nur halb gefüllt, trotzdem soll das folgende Konzert eindrucksvoll beweisen, dass auch ein halbvoller Saal Stimmung erzeugen kann, als wäre man in einer weit größeren und ausverkauften Location.
Den Anfang machen STRANGER VISION aus Italien. Die Prog/Power Metal Heads, die in ihren 6 Jahren des Bestehens bereits mit Größen wie Hansi Kürsch (BLIND GUARDIAN) und Tom Englund (EVERGREY) aber auch Zak Stevens (SAVATAGE) und James LaBrie (DREAM THEATER) zusammen gearbeitet haben, wissen in ihrem 7 Songs kurzen Set von Anfang an zu überzeugen. Und wer nach den 5 eigenen Songs noch nicht so recht warm wurde mit der Band (unverständlicherweise): spätestens mit der grandiosen BLIND GUARDIAN Coverversion “Bright Eyes” haben die Jungs um den charismatischen Sänger Ivan Adami hier alle in der Tasche. Wer die Band noch nicht kennt: Merken und reinhören. Es lohnt sich allemal.

ARION, die 2. Band des Abends und der erste der beiden Headlinern, ist vielen Fans hier mehr als nur ein Begriff. Die Songs, die von Sänger Lassi Vääränen mit seiner wunderbar klaren und kraftvollen Stimme ins Publikum getragen werden, sind ein Genuss für alle Fans von Power- und Symphonic Metal. Mehr als eine Stunde befeuern die Finnen die Fans mit ihren Hits, die vielen Anwesenden so textsicher von den Lippen gehen, als sängen sie nie etwas anderes. Die Crowd tanzt, feiert und singt, dass es eine wahre Freude ist. Gerade Songs wie “The Light That Burns The Sky” oder “Wildfire” aber auch “At The Break Of Dawn” reißen hier wirklich einfach jeden mit bis hin zum Barpersonal.

BRAINSTORM braucht man wohl niemandem mehr in der Szene vorstellen. Oft beschrieben als eine der unterbewertesten deutschen Power Metal Bands überhaupt, sind die Jungs doch auch schon kontinuierlich seit 1989 dabei und sind aus der Metalszene einfach nicht mehr wegzudenken und ihre 14 Studioalben sprechen da für sich. BRAINSTORM backen an diesem Abend keine kleinen Brötchen, hier wird – mal wieder und wie gewohnt – geklotzt und nicht geklettert. Keine Ausfälle, ein Hit jagt den anderen und eine Band, die vor Spielfreude nur so sprüht: was will man mehr? Die Setlist liest sich dann auch wie ein Liebesbrief an die Fans: von “Devil’s Eye” , “The Shepherd Girl”, “Turn Off The Light” oder “Garuda” bis zu Perlen wie “Beyond Enemy Lines” oder auch “Glory Disappears” – besser hätte man die Songauswahl für ein knapp 80 min Set nicht zusammenstellen können. Jedenfalls sind wir sehr glücklich mit dieser Wahl und merken, dass wir nicht alleine damit waren. Als die letzten Töne des abschließenden Songs “Ravenous Minds“ verlinken, schaut man in ausschließlich zufriedene Gesichter und der Applaus spricht Bände. Danke für einen tollen Abend, auf bald.
