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„Campaign For Musical Destruction“ – Tour 2025

Wenn die Grind- Urgesteine NAPALM DEATH in der Stadt sind und mit CROWBAR eine ebenso legendäre Doom / Sludge Konifere – äh… Koryphäe natürlich – dabei hat, dann ist es schon beinahe Pflicht, diesem Spektakel bei zu wohnen. 

Als Supportbands waren außerdem BRAT mit an Bord, die ebenso aus New Orleans stammen wie CROWBAR. Dazu kamen FULL OF HELL, die bereits früher schon in Hamburg zu Gast waren und die Stadt scheinbar in guter Erinnerung behalten haben, wie Sänger Dylan Walker bemerkte. 

 

BRAT eröffnen den Abend und treffen bei dem durchschnittlich etwas älteren Publikum – graue und weisse Bärte sind heute Abend in der Überzahl – auf neugierige Blicke und Ohren. Dass man die Songs mit ABBA Samples verknüpft mag nicht jedem gefallen, ist aber seit BLACK SWEDEN – die  zum ersten Mal mit dieser Methode auffielen – auch oft genug kopiert worden und nichts wirklich neues. Allerdings wirkt in Kombination mit der Band Eigenen Spielweise des Deathcore diese Kombi durchaus mal etwas frischer. Frontröhre Liz Selfish hat sichtlich Spaß wie ein Duracell-Hase auf Speed über die Bühne zu fegen und ihre großartigen Growls ins Publikum zu schmettern. Perfekter Start für den Abend. 

Bildergalerie Brat

FULL OF HELL sind auch bereits seit 2009 live unterwegs und versorgen die Fans in der Halle gekonnt und wie erwartet mit ihrer Energie und klaren, geradlinigen Grindcore. Duracell Hase Nummero Due ist damit identifiziert, Sänger Dylan ist ebenso sehr quirlig unterwegs und animiert die bereits ordentlich in Bewegung verfallene Crowd vor der Bühne zu immer mehr Action. Und was soll man sagen: Die Fans ziehen mit und sind sichtlich angetan von der Kapelle aus Maryland/USA. 

Bildergalerie Full Of Hell

CROWBAR braucht man wohl niemandem mehr vorstellen, sind die Urgesteine des Doom Metal doch schon aufgrund ihres charismatischen und äußerst sympathischen Grinsebär(t)chen Kirk Windstein ein absoluter Garant für grandiose Momente im Pit. Ich bin nun seit mehr als 30 Jahren in der Szene unterwegs und habe – glaube ich – noch nie jemanden getroffen, der CROWBAR nicht mag oder mochte. Ihr eigener Stil von Doom und Sludge, angereichert mit einer  ordentlichen Portion Flair der Marke “The Big Easy”,  sorgt egal wo man auf die Truppe trifft, immer für strahlende Gesichter bei den Fans und dem allumfassenden Gefühl des “Alle Umarmen wollen”. Diese Entspanntheit gepaart mit Power ist einmalig und macht süchtig. Was man im Übrigen auch in den meisten Gesichtern in der Halle sehen kann. 

Bildergalerie Crowbar

 

Als vierte Band an diesem Abend sind NAPALM DEATH an der Reihe. Sie führen diese Tour – die “Campaign For Musical Destruction” – bereits seit 30 Jahren fort und haben immer andere Gastbands dabei. Das sorgt wieder und wieder dafür, dass man für sich Neues entdeckt, aber auch immer wieder erschreckt feststellt, was man alles NICHT kennt, obwohl die Bands zum Teil auch schon seit Jahren Touren und mehrere Alben veröffentlicht haben. Besonders an diesem Abend dürfte sein, dass Shane Embury wieder am Bass dabei ist. Ein Traum vieler Fans, ach was – eigentlich aller. Passend dazu kann man am Merchstand auch seine Autobiographie “Life?…And Napalm Death” abstauben. Vielleicht ein Schmöker, den man sich wirklich zu Gemüte führen sollte. 

Bildergalerie Napalm Death

Musikalisch kann man von dem Auftritt der Band eigentlich nur eins sagen: NAPALM DEATH, wie man sie kennt und mag. Kompromisslos, geradeaus, in den Ansagen kein Blatt vor den Mund nehmend und immer mitten auf die Zwölf. Schweißtreibender ist es in der Markthalle selten. Einen Großteil der Songs haben ND lange nicht oder noch nie live gespielt und setzen damit wieder mal ein Statement: Immer anders als man denkt und doch vertraut. Das Publikum ist jedenfalls sichtlich dankbar für diese Reise durch die Zeit mit ihrer Lieblingsband. Danke für diesen gelungenen, verschwitzten Abend.  

 

Autor

  • Zwiebel. Er hat nicht nur einen an selbiger, er kennt auch 1000 Rezepte mit ihr. Hauke Jans bei uns auch liebevoll als Rockasmurf betitelt, ist zudem in der Metalszene als Fotograf und Schreiber unterwegs. Der Hobbykoch, Kuttenträger und hauptberufliche Resopal-Termite - etwas seriöser als Tischler bekannt - liebt handgemachte Musik, besonders im Metal-, Rock, und Bluesbereich. Als Co - Head unseres ROXX Ablegers, will er euch natürlich bei Laune halten und die Clubs, Geheimtipps und Konzerteindrücke mit Witz und Charme näherbringen

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